Verantwortung für Mitarbeiter ohne mich selbst zu verlieren (#11)

Shownotes

Wenn ich Führungskräfte begleite, höre ich sehr oft den Satz Ich will, dass es meinen Mitarbeitern gut geht. Dahinter steckt eine gute Absicht, aber auch eine große Gefahr. Wer glaubt, er sei zuständig für die Stimmung eines anderen Menschen, übernimmt eine Last, die niemand tragen kann. Ein Mitarbeiter, der sehr ängstlich ist, stark defizitorientiert denkt oder mit vielen inneren Konflikten unterwegs ist, wird durch meine Bemühungen nicht plötzlich zu einem dauerhaft freudvollen Menschen.

Für mich hat sich deshalb eine andere Perspektive bewährt. Ich sehe mich nicht als Verantwortlicher für das innere Erleben meiner Mitarbeiter, sondern für mein eigenes Verhalten. Ich achte darauf, dass ich mich gut führe, meine Schwierigkeiten nicht auf andere projiziere, klar in der Sache bleibe und freundlich im Ton. Meine Aufgabe ist es, Ziele zu klären, Prioritäten zu setzen und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Leistung möglich ist.

Gleichzeitig interessiert mich, was ein Mitarbeiter braucht, um sich gut einzubringen. Zwei Fragen haben sich in meiner Arbeit bewährt. Erstens: Was kann ich für Sie tun, damit Sie sich hier wohlfühlen. Zweitens: Was kann ich für Sie tun, damit Sie Ihre Potenziale besser nutzen können. Damit signalisiere ich Interesse und Unterstützung, ohne die Verantwortung für das Erleben komplett zu mir zu ziehen. Ich kann Fortbildungen anbieten, Strukturen anpassen, Gesprächsangebote machen. Wie der Mitarbeiter damit umgeht, bleibt seine Entscheidung.

Wichtig ist für mich auch, rechtzeitig zu konfrontieren. Viele Führungskräfte warten zu lange, aus Sorge, jemanden zu verletzen oder die Beziehung zu belasten. Doch wenn Verhalten dauerhaft nicht zum Ziel passt, gehört das angesprochen. Dann sage ich auch klar, dass hier eine Grenze erreicht ist. An diesem Punkt endet die Psychologie, wie ich es nenne, und es geht um Zielerreichung. Beides gehört zur Führungsrolle dazu.

Je besser ich in meiner eigenen Selbstführung bin, desto leichter fällt es mir, dieses Spannungsfeld auszuhalten. Wer mit sich und der Welt grundsätzlich im Reinen ist, kann Mitarbeiter ernst nehmen, ohne sie zu retten, klar sein, ohne hart zu werden, und Verantwortung übernehmen, ohne sich aufzureiben.

Wenn Du spürst, dass Du mehr willst, mehr innere Klarheit, mehr Führungskompetenz, mehr Selbstwirksamkeit, dann lass uns ins Gespräch kommen. Über den Button „Informationen anfordern“ auf unserer Website kannst Du ein kostenfreies Erstgespräch vereinbaren. Wir zeigen Dir, wie Du Dein ungenutztes Potenzial freilegst und endlich ohne Stress führst.

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