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Die Krise zeigt Dir, wie Dein Team wirklich zu Dir steht (#51)

Die Krise zeigt Dir, wie Dein Team wirklich zu Dir steht (#51)

‧ 14m 17s

Im ruhigen Alltag tragen Strukturen, Prozesse und Abläufe vieles mit. Da fällt gar nicht auf, ob Deine Mitarbeiter wirklich hinter Dir stehen. Sobald echter Druck entsteht, fällt dieses Gerüst weg, und plötzlich müsst Ihr eng zusammenarbeiten. Genau dann erleben viele Führungskräfte ihren Schockmoment und merken, dass der Respekt, den sie vorausgesetzt haben, nie da war.

Unter Druck denkt niemand mehr klar (#50)

Unter Druck denkt niemand mehr klar (#50)

‧ 5m 26s

Man wundert sich, wie ein kluger Mensch derart unreflektiert reagieren kann. Für mich ist das kein Widerspruch, sondern ein Zeichen von Überforderung. Steigt der Druck zu stark, schaltet das Vorderhirn ab, in dem es noch vernünftig zugeht, und der Mensch reagiert aus den älteren Regionen seines Gehirns. Dann wird es brutal oder uneinsichtig, und rationale Argumente greifen nicht mehr.

Wenn im Team Aufgabenanarchie herrscht (#49)

Wenn im Team Aufgabenanarchie herrscht (#49)

‧ 18m 30s

Führung ist komplex, aber es gibt ein paar Basics, ohne die alles andere zusammenbricht. Wenn Rollen unklar sind, Teamstrukturen zufällig gewachsen und Meetings ziellos, dann mögen sich zwar alle, müssen ihre Leistung aber im Chaos erbringen. Genau dort entstehen Doppelarbeiten, Fingerpointing und stille Kündigungen. Und das kostet richtig Geld.

Deine Mitarbeiter gehen nicht wegen des Gehalts (#48)

Deine Mitarbeiter gehen nicht wegen des Gehalts (#48)

‧ 5m 16s

Über sechzig Prozent der deutschen Arbeitnehmer kündigen, weil sie sich im Unternehmen nicht wohlfühlen und nicht anerkannt sehen, meist wegen der Führungskraft. Trotzdem liegt der Fokus in den Unternehmen weiterhin auf den harten Faktoren, auf Strategie, Technik und Verkaufsschulungen. Ich halte das für zu kurz gedacht. Wer den Menschen hinter der Funktion nicht sieht, verliert ihn irgendwann.

Die Angst, nicht mehr gemocht zu werden (#47)

Die Angst, nicht mehr gemocht zu werden (#47)

‧ 14m 45s

Ein verbindliches Leistungsverständnis im Team aufzubauen scheitert selten am Können. Es scheitert an drei Ängsten, und die erste davon ist die Angst, nicht mehr gemocht zu werden. Also formulieren wir vorsichtig, verpacken Erwartungen in Bitten und hoffen auf Einsicht. Dabei entsteht eine gute Beziehung gerade dadurch, dass ich klar sage, was ich brauche.

Die Jungen sind nicht respektlos, sie respektieren keine Titel (#46)

Die Jungen sind nicht respektlos, sie respektieren keine Titel (#46)

‧ 6m 23s

Ich bin doch der Chef, sagen meine Klienten, und trotzdem ist da kein Respekt mehr. Ich unterscheide an dieser Stelle zwischen vertikaler und horizontaler Autorität. Die vertikale kommt aus der Stellung und verlangt Respekt, weil oben eben oben ist. Die horizontale entsteht daraus, wie jemand sich verhält. Bei jüngeren Mitarbeitern wirkt nur noch die zweite, und das ist keine Respektlosigkeit, sondern ein anderer Maßstab.

Freunde, Familie und plötzlich bist Du der Chef (#45)

Freunde, Familie und plötzlich bist Du der Chef (#45)

‧ 12m 37s

Viele stellen Freunde ein, holen den Cousin ins Team oder rutschen selbst vom Kollegen in die Chefrolle. Und dann wundern sie sich, warum plötzlich nichts mehr so funktioniert wie vorher. Der Grund liegt in den Werten. Freundschaft lebt davon, dass ich Dich so lasse, wie Du bist. Familie hält zusammen, auch wenn jemand nicht performt. Führung dagegen bewertet, korrigiert und entwickelt. Beides gleichzeitig zu leben, geht kaum.

Wer oben sitzt, hat nicht die bessere Wahrheit (#44)

Wer oben sitzt, hat nicht die bessere Wahrheit (#44)

‧ 8m 12s

Viele Führungskräfte halten ihre Sicht für fundierter, weil sie die Position dazu haben. Ich halte das für eine der größten Fallen. Jeder hat recht in seinem eigenen Angst und Denksystem, geprägt davon, wie er aufgewachsen ist. Wer das ernst nimmt, muss seine eigene Wahrheit nicht mehr gegen alle anderen verteidigen. Und genau daraus entsteht die Gelassenheit, die sich sonst niemand einfach vornehmen kann.Viele Führungskräfte halten ihre Sicht für fundierter, weil sie die Position dazu haben. Ich halte das für eine der größten Fallen. Jeder hat recht in seinem eigenen Angst und Denksystem, geprägt davon, wie er aufgewachsen ist. Wer das...

Ohne Ziel macht jeder sein eigenes Ding (#43)

Ohne Ziel macht jeder sein eigenes Ding (#43)

‧ 9m 12s

Eine Vision muss weder groß noch weltrettend sein. Sie muss nur allen zeigen, wohin die Reise geht. Microsoft wollte einen Computer auf jeden Schreibtisch bringen, Google die Informationen der Welt zugänglich machen, mehr steckte darin nicht. Fehlt diese Orientierung, arbeitet jeder in seine eigene Richtung, und genau dort entstehen Doppelarbeit, beliebige Entscheidungen und Spannungen, die niemand richtig benennen kann.

Woran ich erkenne, ob ich jemandem vertrauen kann (#42)

Woran ich erkenne, ob ich jemandem vertrauen kann (#42)

‧ 6m 11s

Ob ich einem Menschen vertraue, entscheidet sich bei mir früher, als mir lange bewusst war. Ich merke es daran, ob jemand wirklich zuhört oder meine Geschichte nur als Stichwort für seine eigene nimmt. Und ich merke es daran, wie er über Abwesende spricht. Wer andere schnell abwertet, wird irgendwann auch über mich so reden, deshalb vertraue ich ihm weniger an.